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Wer war Elisabeth Christine?

Unsere Grundschule trägt den Namen von Königin Elisabeth Christine von Preußen. Sie wurde als eine Prinzessin von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern am 8. November 1715 in Wolfenbüttel geboren

Da Elisabeth Christine nicht in Wien, Paris, Rom oder Berlin aufwuchs war ihre Kindheit sehr einfach, aber solide. Sie erlernte das, was damals wichtig für eine Fürstin galt, fließend französisch sprechen und schreiben, etwas deutsch, ein Instrument spielen, malen und zeichnen. Niemand konnte sich vorstellen, dass sie eines Tages die Königin des Königreiches Preußen werde.

Koningin elisabeth christine.jpg
Von Antoine Pesne – German Wikipedia, uploaded there by user Yuangrace on 7. Jan. 2006, Gemeinfrei, Link

Da sich der Vater von Elisabeth Christine Ferdinand Albrecht und Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der Vater von Kronprinz Friedrich, sehr gut verstanden, zusammenarbeiteten und später auch Freunde waren, beschlossen die beiden Väter ihre Kinder miteinander zu verheiraten.

Im Jahr 1733 wurde Elisabeth Christine mit dem damaligen preußischen Kronprinzen Friedrich verheiratet. Bis zur Königskrönung lebten die beiden glücklich in Rheinsberg, das im Norden der Mark Brandenburg liegt. Hier konnten beide für sich und ihre Freunde ein ruhiges Leben in einem gemeinsamen Hofstaat führen.

1740 starb König Friedrich Wilhelm I und Friedrich wurde als Friedrich II. König von Preußen, Elisabeth-Christine die Königin des Landes. Da nun Elisabeth ihr Leben komplett anders führen musste und nicht mehr in einem Schloß im Norden Brandenburgs leben konnte, zog das königliche Paar nach Berlin. Die nächsten Jahre waren für das Königreich sehr schwere Jahre, da Preußen viele Kriege führte und Friedrich immer bei der Armee außerhalb Berlins und Potsdams war. Und wenn einmal wenige Jahre Frieden herrschte verbrachte der König seine freie Zeit auf seinem Lieblingsschloss Sanssouci in Potsdam mit seinen Freunden und Bekannten und seinen Hunden.

Elisabeth Christine (um 1740)

Elisabeth Christine diente in diesen Jahren sehr dem Land und dem Volk, da sie oft Aufgaben übernahm, wenn der König abwesend war. Sie stellte sich in den Dienst, beugte sich der Raison und entsprach damit der Rolle, die im 18. Jahrhundert von Fürstinnen erwartet worden war.

Schon 1740, gleich nach der Königskrönung der beiden, schenkte Friedrich ihr für sie persönlich das Schloss und den Park Schönhausen. Hier verbrauchte sie fast jeden Sommer von 1740 bis zu ihrem Tode 1797 mit ihrem eigenen Hofstaat. Mit der Zeit kümmerte sie sich sehr um die Menschen und die Anlagen in Schönhausen und ließ hier, nördlich vom damaligen Berlin, ein kleines feines Schloss errichten. Der König besuchte sie leider nie in Schönhausen, und auch sonst sahen sich das Ehepaar sehr wenig. Kinder bekamen das Paar ebenso nicht, sodass Elisabeth Christine sich aber sehr um ihre Verwandtschaft bemühte und viel Zeit mit der Familie verbrachte. Auch übersetzte sie einige Bücher, las viel und schrieb sich mit vielen Freunden umfangreiche Briefe.

Nachdem Friedrich 1786 starb, wohnte sie weiterhin in Schönhausen und im Berliner Stadtschloss und nahm nun wieder stärker am Leben am neuen Königshof von Friedrich Wilhelm II. teil.

Am 13. Januar 1797 starb Elisabeth Christine im Berliner Stadtschloss .